Cocktails, gebrannte Wasser, Zigarrendunst -- die Gespräche an Orlandos Bar drehen sich um Medienkritik, Kultur, Philosophie, um Gesellschaftspolitik, Religion, Familie und Erziehung, um Mann und Frau -- und ums Kochen. Gejammer, Gelächter, Angeberei sowie gepflegte Beschimpfungen sind an der Tagesordnung.



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Freitag, 13. August 2010

Binsi-Wahrheiten

Kurz bevor Frau Althaus als neue Chefredakteuse bei einem Monatsmagazin den Lohn dafür kassiert, dass sie nun fast zwei mühsame Jahre lang wöchentlich etwa drei halbwegs schlaue Beiträge auf Mamablog veröffentlicht hat, kommt die andere Mamabloggerin und designierte Nachfolgerin der zwar feministisch angehauchten aber souveränen un letztlich Vollblutjournalistin bleibenden (also neutralen) Frau Althaus, Michele Binswanger, bereits ins Dribbeln.

Darauf aufmerksam gemacht, dass der gestrige Binsi-Blogeintrag von einem unlängst in einer anderen Publikation erschienenen Artikel abgekupfert ist, keift sie im Chor mit den

Scharfmachern um die Nonstop-Blogger/innen Pippi, Widerspenstige (alias Heidi Banz aus Basel) und dem alten Augie - aka der Kita-Fellini - gegen den Überbringer der Mitteilung. Das sind ja tolle Aussichten!

Höchste Zeit, sich mal mit Binswanger Michèle (Michelle war zu gewöhnlich, da musste ein Sonderzeichen hin) näher zu befassen. Wer dies tun will, dem sei geraten, ihren Auftritt in einer denkwürdigen SF-Club-Veranstaltung vom vergangenen Herbst zu studieren: dort diskutierten einige Künstler und freischaffende Schreiberlinge mit viel flexibler Tageszeit darüber, wieviel von den Eltern die Kinder denn so brauchen (es war damals gerade Kinder machen Fernsehen-Woche oder so ähnlich hiess das Ding).

Um es vorwegzunehmen: das Netzt gibt nicht viel über Binsi preis. Wer ist die Frau, die auf Mamablogs Seitenleiste im Trainerpulli schüchtern mit Rehaugen in die Kamera glotzt? Von der es noch weniger Bildmaterial gibt als von den Albrecht-Brüdern? Die an der Uni Basel Germanistik und Philosophie studiert hat (offenbar eine geeignete Vorbereitung zum Journalistendasein) und ihre ersten nachweisbaren Gehversuche in Basler Studentenmagazinen, Kunst- und Kulturpostillen und dann bei der BaZ machte? Und die seit einiger Zeit für Tagi/Newsnetz gelangweilt vom Opernball twittert oder sonst Mal ein Textchen schreibt.

In der Fernsehsendung begegnet uns eine extrem schlanke, seltsam gehemmt wirkende Frau. Die Diskussion verläuft ähnlich ziellos, wie manche Mamablog-Diskussion und Binsi profiliert sich auch dort eher unbeholfen und mit eher extremen Meinungen. Mit einem Augenaufschlag, der mal einen Mitdiskutanten tadelt, mal neckisch "wir verstehen uns" signalisiert. Eine Frau, die es sich gewohnt ist, dass Männer sie schön finden. Eine Frau, die eher Mühe hat, in ihrem baslerisch gefärbten Aargauerisch oder Zürcherisch klare Aussagen zu machen. Finde alles ich - aber machen Sie sich selbst ein Bild!

Sozialisierung ist wichtig und Basel ist ein linkes Nest. Eine rot-grüne Provinzstadt mit etwas Kunst und Kultur (wegen dem Chemiegeld) und einer altehrwürdigen Universität, an der sich komische Typen tummeln. Eine Stadt, die eine Anita Fetz hervorbringt, kann man nun wirklich nicht ernst nehmen.

Seien wir gespannt, was die neue Mamabloggerin vom Rheinknie mit ihrem Blog anstellt. Die Binswanger, die immer wieder unangenehm dadurch auffiel, dass sie in Diskussionen eingriff, vor allem wenn jemand niedergeschrien wurde (sie macht da gern mit und bezeichnet Blogger - wie mich - als nicht ganz hell), die Michèle also pflegt ja eher einen essayistisch-nabelschauigen Freestyle. So wissen wir von ihren Geburtswehen, ihrem Kletterhobby, ihren bald herzigen, bald zwangsoriginellen Überzeichnungen als wäre sie eine Comicfigur. Und so wissen wir seit kurzem auch, dass La Binswanger in ihrem Leben schon viele beschnittene Exemplare "begegnet" sind...- dies sagte sie zumindest in einem jener (vermutlich längst ausradierten) peinlichen Einwürfe zu einer unsäglichen Diskussion unter den Mamabloggistas zu Beschneidung. Danke Michèle, so genau wollten wir's nun auch nicht wissen.

Dienstag, 27. Juli 2010

Am Nachmittag Aufhellungen...

Eilmeldung! -- Eilmeldung! -- Eilmeldung! -- Eilmeldung! --

UBS: unsere liebste pöhse pöhse Bank ist auf Erfolgskurs und hat ihre Schulden zurückbezahlt! Bund und Nationalbank haben kräftig profitiert. Viel Lärm um nichts?

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Max hat heute etwas zur Tragödie in Duisburg.

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Wenn man eine Lüge nur oft genug wiederholt, glaubt sie vielleicht allmählich jemand...nach diesem Prinzip verfährt die Tagesanzeiger/Newsnetz-Journalistin Olivia Kühni. In ihrem Schmierenstück über die Autorin Eva Herman rollt sie die alte Geschichte nochenmal auf und käut Falschheiten wieder, die mittlerweile gerichtlich widerlegt sind: Die Herman hat nachweislich nie die Familienpolitik der Nazis gelobt noch hatte ihr Rauswurf bei Kerners Talkshow etwas mit ihren Aussagen zu tun (er war geplant und inszeniert)!
Fairness, Objektivität, saubere Recherche - wo seid ihr geblieben?
Kühni beweist damit, dass einigen grenzdebilen Schreiberlingen beim SP-Kampfblatt "Tagesanzeiger" jedes Mittel recht ist, ihre Agenda zu pushen.

Lesen Sie im Beitrag auch die Kommentare: auffallend viele Leser sind mit Eva Herman einig.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Die verbotenen "Cartes Blanches" - was Sie bei Mamablog nicht lesen dürfen

Heute kommt in meiner Bar Raphi zu Wort. Der Blogger hatte jüngst den nachfolgenden Text als Carte Blanche für den Mamablog verfasst, war aber von Nicole Althaus mit wirren Begründungen abgewimmelt worden. Weil er ein Mann ist? Weil er ein Christ ist? Weil der Inhalt nicht zu Mamablogs allzuoft ätzenden Emanzen-Spin und belangloser Befindlichkeitsprosa passt? Lesen Sie selbst:

Ich bin schon seit dem Anfang des Mamablogs dabei und lese gespannt jeden neuen Artikel und verfolge aktiv die Diskussionen. Dabei hätte ich gar keinen Grund. Weder bin ich Mama, noch Vater, weshalb lese ich also mit? Vielleicht weil ich mich schon wahnsinnig darauf freue, Vater zu werden und das Geschenk des Lebens weiterzugeben und ein Teil dieses Wunders zu sein und da will man ja vorbereitet sein!

Aber ehrlich gesagt bin ich in dem Jahr Mamablog nicht viel schlauer geworden… No offence! Aber ein Kind, eine Geburt, die ersten Zähne, laufen, sprechen, trotzen… das sind alles so individuelle Phänomene und Erlebnisse, man kann das alles gar nicht verallgemeinern und vorschreiben wie die Familie sich zu verhalten hat. Und die Meinungen gehen so weit auseinander! All die Kommentare und Erlebnisberichte, jedes Für und Dagegen, Links oder Rechts, Brust oder Flasche… das war sehr spannend zu sehen! Die liessen mich aber jeweils auch ziemlich verwirrt zurück.

Es brachte mich ins Grübeln: Was will ich meinem Kind vermitteln? Wie will ich es ihm vermitteln? Bin ich ein Vorbild? Ein Gutes? Da ich Christ bin, stöberte ich auch in christlichen Foren und musste feststellen, dass es - wie überall wo Menschen sind - auch hier verschiedenste Interpretationen und Auslegungen zu allem Möglichen gibt.

Zur Zeit lese ich ein sehr schönes Buch, "Die Hütte" von William Paul Young und da fand ich eine schöne Beschreibung von dem was ich glaube und was ich auch meinen Kindern weitergeben will. Es hat mich persönlich berührt und deshalb will ich es weitergeben, weil es etwas über mich verrät und vielleicht auch über den Gott, den ich kenne:

„‚Böse’ ist ein Wort, das wir verwenden, um die Abwesenheit des Guten zu beschreiben, so wie wir das Wort ‚Dunkelheit’ benutzen um die Abwesenheit des Lichtes zu beschreiben, oder ‚Tod’, um die Abwesenheit des Lebens zu beschreiben. Sowohl das Böse wie auch die Dunkelheit kann man nur in Relation zu dem Licht und dem Guten begreifen. Sie besitzen keine wirkliche Existenz. Ich bin Licht, und ich bin gut. Ich bin Liebe, und in mir gibt es keine Dunkelheit. Das Licht und das Gute existieren wirklich. Wenn du dich also vor mir verschliesst, stürzt du dich damit selbst in die Dunkelheit. Wenn du dich für unabhängig erklärst, wird dadurch zwangsläufig Böses entstehen, denn getrennt von mir kannst du dich nur auf dich selbst stützen. Das ist der Tod, denn du hast dich von mir getrennt: dem Leben.“ (s.155, Zeile 28 ff)

Harte Worte, aber ich erlebe es tagtäglich um mich herum. Deshalb wird mir das auch wichtig sein in der Erziehung meiner Kinder. Schlussendlich will ich ihnen vermitteln, dass schlimme Dinge passieren und es selten so läuft wie man es wirklich will. Aber dass wir die Schuld nicht bei Gott suchen sollen, sondern bei ihm die Kraft holen um Gutes zu tun.

In dem Sinne wünsche ich mir und den Eltern von heute, dass wir unseren Kindern Liebe geben und Gutes tun, damit sie später hoffentlich ebenfalls Liebe verschenken und Gutes tun und so einen Beitrag gegen all das „Böse“ da draussen leisten können. Nötig hätten wir‘s alleweil…


Wie halten Sie's mit dem Glauben in der Erziehung? Sollte man Kindern nicht wenigstens einen rudimentären Begriff unseres Christentums mitgeben? Was ist falsch am Beten vor dem Ins-Bett-Gehen?

Haben Sie auch eine Carte Blanche, die bei Mamablog nicht veröffentlicht wurde? Oder möchten Sie mal Dampf ablassen oder ein Thema, einen Aspekt in aller Tiefe behandeln oder eine verrückte Idee entwerfen? Melden Sie sich: ha2pe@yahoo.com

Sonntag, 11. Juli 2010

Das Skandinavien-Syndrom

Nach zwei, drei Tagen im Reich der strammen Emma-Emanzen, unbedarften Gender-QuasslerInnen und linken Spinner habe ich Preise zu vergeben:

Orlando's Preis für die doofste Bloggerin des Tages geht an...Frau "Widerspenstige": Sie schafft es immer wieder auf peinlich-schusselige Weise, die Abfolge Lesen/Verstehen - Nachdenken - Mitschreiben durcheinander zu bringen, wobei sie den zweiten Schritt meist ganz weglässt und ihre Mitblogger dafür am reichen Fundus ihres Halbwissens teilhaben lässt, das freiassoziativ aus ihr herauspurzelt. Hier ein Beispiel, das auch grad das Thema meines heutigen Posts einführt:

Blogger Andy argumentiert: "Der Mensch ist egoistisch veranlagt, muss gefordert und belohnt werden, sonst strengt er sich nicht an. Das Resultat dieses Systems (des Kommunismus) ist, dass der Lebenstandard sinkt und es allen schlechter geht (auch dem Nachwuchs)."

Darauf antwortet "Widerspenstige": "Das sehe ich ein wenig anders, denn zu Egoismus verleitet der Kapitalismus und nicht der Sozialismus – das ist ein Widerspruch in sich. Sehen Sie den Unterschied? Es kann sehr schön in Ländern gesehen werden, wo die Gleichwertigkeit zwischen Mann und Frau gelebt wird. Oder wie können Sie sich erklären, dass ausgerechnet in Sozialistischen Ländern wie Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland etc. die Menschen glücklicher mit ihrem Leben sind?"
Und weiter erklärt uns "Widerspenstige" das "Erfolgs-Modell Schweden. "Die kennen keine Wirtschaftskrise und das duale Steuersystem macht glückliche Menschen – ob Väter, Mütter, Kinder oder Kinderfreie – alle profitieren vom fürsorglichen Sozialstaat (nein, kein Kommunismus und nicht nur das Öl ist Schuld daran!)."

Alles klar? Gückliche "Kinderfreie" im Zuckerwatten-Land, wo die Gleichwertigkeit zwischen den Geschlechtern gelebt wird? Also ist gar nichts faul im "sozialistischen" Staate Dänemark? Alles besser im Ikea-Sozialwunderland?

Im Gegensatz zu uns rückständigen Schweizern, die hier im Raubtierkapitalismus schmoren, scheinen die blonden, hochgewachsenen Skandinavier tatsächlich mit Überzeugung ihre Gravad Lax-Smörebröds am Fjord in der Mitternachtssonne zu geniessen (im Radio läuft natürlich A.B.B.A.) und die Segnungen des umsorgenden Sozialstaates hochzuhalten. Das sei ihnen gegönnt. Jedem das Seine.

Aber trifft es zu, dass die skandinavischen Länder so viel "fortschrittlicher" und "ein Vorbild" sind, wie es schweizer Sozitanten und linke Täumer immer wieder behaupten? Und fordern, wir sollten ein Bisschen mehr wie die Skandinavier werden.

1. Sind die Skandinavier glücklicher als die Schweizer? Die Dänen sind gemäss Untersuchungen tatsächlich die glücklichsten Menschen der Erde, stimmt. Und wer folgt gemäss den genau gleichen Untersuchungen auf dem zweiten Platz? die sozial kalte Schweiz - bingooo! Schweden folgt weit abgeschlagen auf dem siebten, Norwegen auf dem 19. Platz...und das trotz zwei Jahre voll vom Staat bezahltem Mutterschaftsurlaub! Das vielgelobte Frankreich - das fast gleichviel für Soziales ausgibt pro Kopf wie Schweden - landet auf dem schäbigen 62. Platz, weit hinter den USA auf dem 35. Rang (die ja gar nichts fürs Soziale ausgeben, nicht wahr!).

Merke für später: die Höhe der Sozialausgaben eines Landes hat nichts mit dem Glücksbefinden seiner Bürger zu tun.

2. Wenn das "Skandinavische Modell" dem Rest der Welt tatsächlich so überlegen wäre, müsste sich dies doch eigentlich auch in den gesellschaftlichen Realitäten niederschlagen, nicht? Ein perfektes Sozialwesen müsste logischerweise auch eine perfekte(re) Gesellschaft generieren, oder?
Auch hier: Fehlanzeige! Das Land ist bestenfalls Durchschnitt, wie mein kleiner Streifzug im Netz zeigt. Weder angesichts von Kriminalitätsraten, Wirtschaftsdaten (siehe Abb.), schlechter Moral, Sexualstraftaten, tiefen Heirats- und extrem hohen Scheidungsraten (64%!), Alkoholismus, Drogenproblemen, eines miesen Gesundheitswesens (beispielsweise ein Mammograf auf 200'000 Einwohner...) noch Fremdenfeindlichkeit könnte irgendein Lob für Schweden gesungen werden.




Merke: Mehr und höhere Sozialausgaben führen keineswegs zur Beseitigung oder Minderung gesellschaftlicher Missstände.

Die Schweden haben sich - wie die anderen nordischen Länder Dänemark, Norwegen, Island und bedingt auch Finnland - in drei Generationen das in der westlichen Welt grösste Bürokratenmonster geschaffen, das ihr Leben durchorganisiert und kontrolliert. Drei Generationen - genug Zeit dieses Modell als das beste der Welt in den Köpfen der Schulkinder zu implementieren, die im Alter von 12 Monaten bis 14 Jahre Vollzeit vom Staat betreut werden. Für diesen Rudumservice liefern die praktisch gläsernen Bürger mehr als die Hälfte ihres Einkommens (in Schweden 51%) als Steuern ab, wie eine All-Inclusive-Hoteltaxe.

Fazit: Sozialpolitik à la "Modell Schweden" macht nicht glücklicher, die Sozialwunderländer Skandinaviens stehen keineswegs irgend besser oder schlechter als im Mittelfeld da und die nordischen Länder haben exakt genau die gleichen gesellschaftlichen Probleme, wie wir hier auch! Und es ist ja klar, dass mehr Sozialstaat zu sinkendem GDP führt und eine ganz und gar ungesunde Haltung heranzüchtet: wie bekomm ich mit möglichst wenig Aufwand eine Staatsrente ("Rent-Seeking"). Darunter leiden dann Unternehmergeist, Innovation und Standortattraktivität.

Fairerweise sei noch darauf hingewiesen - wie der Tagesanzeiger sehnsüchtig in einer Lobeshymne schwärmt - dass die Schwedens Wirtschaft momentan gar nicht so übel dasteht. Und zwar genau, weil die Politiker auf Wachstum setzen und die Unternehmen weder melken noch ihnen Fesseln und Auflagen auferlegen - was die linken Idioten auch im Mamablog laufend fordern.

Der zweite Preis, der Preis für den träfsten Kommentar, geht übrigens an Blogger Giorgio Girardet, der die jungste Diskussion auf Mamablog sehr treffend zusammengefasst hat:

"Es handelt sich um einige IKEA-Denkstücke, die in den 70er, frühen 80er Jahren zusammenmontiert wurden und jetzt hin und her geschoben werden im Kopf von Pippi Langstrumpf. Kommt nun “Björk” neben “Billi” oder "Lars" unter "Smökö"?
Kommt "Rückenfreihalten” vor “Karriereleiter erklimmen” und hindert da die “gläserne Decke” oder muss man als Mann “seine weiblichen Seiten entdecken” oder ist mann als “Sitzpinkler” auch ein “Schlappschwanz” oder steigert die Klobürste in der Hand des Mannes den Sexappeal? Ein Wust von Diskurspatterns, und immer ein männlicher Imbusschlüssel der nicht in die weiblichen Schraubenköpfe passt, weil diese einen Kreuzschraubenzieher bräuchten.

In der Muppets-Show gab es den Koch Smörebröd: Heute kochen wir einen interesannten Diskussionsabend mit Gender und Emanzipations-Sosse. Smörebröd, Smörebröd rümpümpöö - wir nehmen eine EMMA und rösten sie mit Alice ganz Schwarzer auf kleiner Flamme, dann noch einen Schuss abgetriebenen Fötensaft (Mein Bauch gehört mir!), geben noch ein bisschen antipatriarchale Hexenromantik bei. Das ganze in Latzhosen aufkochen und mit verbrannten BHs abschmecken und mit ein bisschen “Sex and the City” unterschäumen und ein Hauch “Desperate Houswifes” drüber sprühen."

Wir haben sehr gelacht! Preise sind nur in Form von Alkoholika an Orlando's Bar einlösbar. Es sind schliesslich keine Nobelpreise!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Die verbotenen Texte - heute: Enis Reportage zu Abtreibung

Heute veröffentlicht hier unsere Bloggerin Eni einen Text, den sie als "Carte Blanche" bei Mamablog eingereicht hatte und der von der Redaktion mit der fadenscheinigen Begründung abgeleht wurde, man "möchte nicht als Anti-Abtreibungsblog dastehen". Soviel zum sonderbaren Verständnis von Meinungsfreiheit, das diese Leute haben. Urteilen sie selbst!

Gedanken über unerwünschtes Leben

„Passt mir nicht. Weg damit!“ - Zugegeben, bisher ging ich ziemlich naiv durchs Leben; war ich doch der Meinung dass eine Frau die eine Abtreibung vornehmen lässt, dies in der Regel schweren Herzens tut. Die für die kleine Schweiz doch relativ hohe Anzahl (über 10'000) glaubte ich in den vielfältigen Gründen zu sehen, die einen solchen Eingriff nach sich ziehen können:

- ungünstige Diagnose nach vorgeburtlichen Untersuchungen - die Angst der werdenden Mutter "es" nicht zu schaffen, insbesondere wenn vom (möglichen) Kindsvater keine Unterstützung zu erwarten ist

- wenn die Frau körperllich nicht dazu in der Lage ist ein Kind auszutragen

- Erkrankungen der Schwangeren, deren Behandlung das Kind schädigen würden (Krebs, MS, schwere psychische Erkrankungen usw.)

Vergewaltigung habe ich bewusst in dieser Aufzählung aussen vor gelassen, weil die Anzahl der daraus resultierenden Schwangerschaften zum Glück sehr klein ist (meines Wissens im Nullkomma-Bereich).

Als ich im Februar im Mamablog beim Thema "Wunschgeschlecht Mädchen" gestöbert habe, bin ich auf einen Kommentar gestossen, der meine Ansicht schon ziemllich ins Wanken gebracht hat: Ein Leser berichtete, dass er und seine Frau sich nach mehreren Buben ein Mädchen gewünscht haben und dass ihnen mittels einem "Abtreibungsabo" in einer Utrechter Klinik zu diesem "Recht“ verholfen wurde.

Dieses "Abo" wurde als eine gewöhnliche Dienstleistung angesehen so wie Haare schneiden oder so. Diese Gleichgültigkeit werdendem Leben gegenüber hat mir keine Ruhe gelassen und so klickte ich im Internet vor ein paar Wochen eine Seite an und was ich da zu lesen bekam übertraf meine schlimmsten Vorstellungen:

- ein Werbeslogan im O-Ton: "Abtreibungen zum Schnäppchenpreis und andere Angebote"

- oder eine Frau die erzählte dass sie eben aus der Abtreibungsklinik zurück gekommen sei und das "es" überhaupt nicht schlimm war (lachender Smiley mit Sonnenbrille), das Personal sei nett und sie habe sogar noch etwas zu essen bekommen

- eine "Abtreibungserfahrene" gab einer Abtreibungswilligen die Adresse einer Klinik die ihr helfen würden dass "Ding" in ihrem Bauch loszuwerden

- und da war dann noch eine mehrfache Mutter die mit ihrem On/Off- Freund beschlossen hatte, ein Kind zu bekommen. Als der Freund aber wieder mal Schluss gemacht hatte war nun das Kind doch nicht mehr erwünscht. Die Schwangerschaft hatte schon etwa 14 Wochen erreicht, also bitte express und möglichst günstig.

Bei diesen Frauen handelte es sich bei weitem nicht um Teenager in einer Notlage.

Bei solchen Kommentaren musste ich schon schlucken. Ist man denn heute schon soweit, dass man Abtreibung gleichsetzt mit Nase schneuzen? Immer redet man von Humanität, wo ist sie in dieser Frage?

Natürlich fand ich auch verschiedene Kommentare von Abtreibungsgegnern: Kindsmörderin, Schlampe und
Hure waren in etwa die meist genannten Beschimpfungen aber ein Spruch ist mir
geblieben:

"Lieber ein Kind auf dem Kissen als ein Kind auf dem Gewissen"!

Der Bauch mag ja der Frau gehören, aber trifft das auch auf das Leben zu, welches in ihm heranwächst?

Geschätzte Leser, was meinen Sie: Ist Abtreibung einfach ein probates Mittel, dessen man sich bedienen kann ohne Federlesens?
Oder wäre es angebracht zu fordern, dass Frauen wieder mehr Verantwortung in der Sexualität übernehmen?

Dienstag, 6. Juli 2010

Unterdrückte "Cartes Blanches" bei Orlando

NEU - NEU - NEU - NEU - Orlando's Bar bringt die Texte, die Sie im Mamablog nicht lesen dürfen!!

Vorankündigung - morgen erscheint an dieser Stelle ein brisanter Text unserer Bloggerin Eni, den sie als "Carte Blanche" bei Mamblog eingereicht hatte.

Dieser Text wurde aus fadenscheinigen Gründen durch das Mamablog-Autorinnen-Duo Althaus/Binswanger abgelehnt.

Wurde Druck seitens des Tagi/Newsnetztes ausgeübt? Gibt es heisse Eisen, die man aus Feigheit nicht anfasst? So funktioniert die linke Selbstzensur, die Leuten Maulkörbe verpasst um sich den schönen Schein ideologischer Eintracht zu bewahren.

Zum Glück bleibt solches Verhalten nicht mehr unentdeckt!

Haben Sie auch Texte, die im Gender-Patchworkfamilien-Kinderkrippen-Weltanschauungsgärtchen als Unkraut ausgemerzt werden? Schicken Sie sie mir!

ha2pe@yahoo.com